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Maklerprovision 2020 – das müssen Sie wissen

Geschrieben von Jasmin Becker am 13. Januar 2020
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Maklerprovision, Maklercourtage oder Maklergebühr?

Wer in Deutschland eine Immobilie verkaufen möchte, verwendet oftmals die Begriffe Provision, Courtage und Maklergebühr synonym. Schließlich handelt es sich hierbei um Geld, das ein Immobilienmakler für den erfolgreichen Verkauf einer Immobilie bekommt. Oftmals fragen sich Verkäufer, wie dieser Betrag zustande kommt, doch dazu ist es nötig, die Begrifflichkeiten getrennt voneinander zu betrachten:

  • Maklerprovision: Verkauft ein Makler eine Immobilie, steht ihm eine Vermittlungsgebühr zu, welche gesetzlich oder vertraglich festgelegt ist. In der Regel entspricht sie einem Prozentsatz, der sich an der erzielten Verkaufssumme orientiert.
  • Maklercourtage: Diese branchenabhängige Vermittlungsgebühr ist frei verhandelbar und variiert in der Höhe entsprechend.
  • Maklergebühr: Gilt als Synonym zur Maklerprovision und kann vom Immobilienmakler gemäß §652 BGB für die von ihm erbrachte Leistung verlangt werden.

 Wer muss die Maklerprovision bezahlen?

Die Entscheidung, wer die Maklergebühr bezahlen muss, ist gesetzlich festgelegt und je nach Einzelfall zu betrachten. So gilt es zunächst zu unterscheiden, ob es sich um die Vermietung oder den Verkauf einer Immobilie handelt. In wenigen Ausnahmefällen wird von der grundsätzlichen Regelung abgewichen.

Gilt das Bestellerprinzip auch, wenn ich eine Immobilie verkaufe?

Bei der Vermittlung von Wohnungen und Häusern zur Miete (ausgenommen Gewerberäume) durch Immobilienmakler gilt seit 2015 das Bestellerprinzip. Hiernach kommt in der Regel der Besteller, meist also der Eigentümer, für die fällige Maklergebühr auf.

Im Spätjahr 2018 kam im Bundestag die Diskussion auf, das Bestellerprinzip auch auf den Verkauf von Immobilien auszuweiten. Zudem wurde eine Deckelung der Maklergebühren auf 2% gefordert. Ob diese Änderungen eintreten, bleibt derzeit abzuwarten.

Wie kann ich die Maklergebühr umgehen?

Manchmal versuchen Interessenten, die Maklerprovision zu umgehen, indem Sie direkt auf den Eigentümer der Immobilie zugehen. Dass der Zahlungsanspruch auf diese Weise erlischt, ist allerdings ein Trugschluss. Maklergebühr ist unter anderem dann fällig, wenn es zum Verkauf bzw. Vermietung einer Immobilie kommt und der Immobilienmakler seine Tätigkeit nachweisen kann. Dies ist beispielsweise dann gegeben, wenn in der Anzeige ein Hinweis auf eine fällige Maklercourtage enthalten ist.

In wenigen Fällen ist es dennoch möglich, die Maklergebühr zu umgehen, unter anderem dann, wenn der Makler eine Immobilie vermittelt, bei der er selbst Eigentümer bzw. Verwalter, Mieter oder Vermieter ist. Auch bei der Vermittlung einer Sozialwohnung ist keine Maklerprovision fällig. Ebenso ist keine Maklergebühr zu bezahlen, wenn Immobilienmakler und Verkäufer bzw. Vermieter befreundet oder verwandt sind.

Keine Maklergebühr, wenn der Lebenspartner unterschreibt?

Interessiert man sich für eine Immobilie und lässt im letzten Schritt seinen Lebenspartner die Verträge unterzeichnen, ist die Maklerprovision dennoch fällig. Eine Umgehung der fälligen Maklergebühren ist auf diese Weise nicht möglich.

Kann ich die Maklerprovision mit der anderen Partei teilen?

Die Maklergebühren variieren in Deutschland je Bundesland. In den meisten Bundesländern, unter anderem auch in Baden-Württemberg, teilen sich Verkäufer und Käufer oft die Maklergebühren hälftig, so dass für jeden in der Regel 3,57% Maklerprovision zzgl. 19% Mehrwertsteuer anfallen.

Wie hoch ist die Maklergebühr in Deutschland

Laut einer Liste von Immobilienscout24.de fallen die Maklerprovisionen (Stand Februar 2019) in Deutschland wie folgt aus:

 

BundeslandMaklerprovision gesamtAnteil des KäufersAnteil des Verkäufers
Baden-Württemberg7,14 %3,57 %3,57 %
Bayern7,14 %3,57 %3,57 %
Berlin7,14 %7,14 %0 %
Brandenburg7,14 %7,14 %0 %
Bremen5,95 %5,95 %0 %
Hamburg6,25 %6,25 %0 %
Hessen5,95 %5,95 %0 %
Mecklenburg-Vorpommern5,95 %3,57 %2,38 %
Niedersachsen (je nach Region)4,76 bis 5,95 % oder 7,14 %3,57 % oder 4,76 bis 5,95 %3,57 % oder 0 %
Nordrhein-Westfalen7,14 %3,57 %3,57 %
Rheinland-Pfalz7,14 %3,57 %3,57 %
Saarland7,14 %3,57 %3,57 %
Sachsen7,14 %3,57 %3,57 %
Sachsen-Anhalt7,14 %3,57 %3,57 %
Schleswig-Holstein7,14 %3,57 %3,57 %
Thüringen7,14 %3,57 %3,57 %

 

Gibt es Verhandlungsspielraum bei der Maklergebühr?

Meist deckt die Maklerprovision gerade so die Kosten, die dem Immobilienmakler entstehen, um eine Wohnung oder ein Haus zu verkaufen bzw. zu vermieten. Daher lässt sich die Maklerprovision nur in seltenen Fällen verhandeln.

Verhandeln lässt sich die Maklercourtage für Verkäufer unter anderem dann, wenn sich die Immobilie besonders leicht vermarkten lässt, weil beispielsweise der Standort besonders beliebt ist – vor allem in Großstädten wie Berlin oder München ist dies der Fall.

Käufer haben dann gute Chancen, die Maklergebühr zu verhandeln, wenn die Immobilie eher „schwer vermittelbar“ ist oder unbeliebt. Bei der Vermittlung von gewerblich genutzten Immobilien besteht in der Regel ein Verhandlungsspielraum der Maklerprovision.

Wann ist die Maklergebühr fällig?

Mit dem Abschluss des Verkaufs – also der Vertragsunterzeichnung des Kaufvertrages beim Notar bzw. mit der Unterschrift unter dem Mietvertrag – wird die Maklerprovision fällig. Viele Immobilienmakler legen die Fälligkeit der Maklercourtage in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen fest.

In der Regel wird ein Zahlungsziel von zwei Wochen nach Abschluss des Kauf- bzw. Mietvertrages vereinbart.  Einige Makler bringen die Rechnung sogar zum Notartermin mit. Anders bei SB Immobilien Stuttgart: Wir erwarten den Zahlungseingang der Maklergebühr erst dann, wenn Sie den Kaufbetrag erhalten haben. Auf diese Weise müssen Sie nicht in Vorkasse treten und auch keinen Kredit aufnehmen, um unsere Dienstleistung zu entlohnen.

So vermeiden Sie doppelte Maklerprovision

Wurden zwei oder mehr Makler beauftragt, eine Immobilie zu verkaufen bzw. zu vermieten, sollten Sie den Vermittlungsanspruch der Beteiligten frühzeitig klären, da es sonst zu einer doppelten Provisionspflicht kommen kann.

Kann ich die Maklergebühr von der Steuer absetzen

Für Immobilienkäufer lassen sich Maklergebühren als Anschaffungsnebenkosten von der Steuer absetzen, sofern es sich um den Kauf einer Kapitalanlage handelt, also die Immobilie nicht zur Selbstnutzung gekauft wird, sondern vermietet werden soll.  Allerdings gelten steuermindernde Abschreibungsmöglichkeiten nur für das Gebäude – nicht aber für das Grundstück.

Auch Immobilienverkäufer können die Maklerprovision steuerwirksam geltend machen. Nämlich dann, wenn es sich um ein steuerpflichtiges Veräußerungsgeschäft handelt, weil Sie beispielsweise eine vermietete Immobilie verkauft haben, die Sie vor maximal 10 Jahren gekauft haben.

Wann wird die Maklergebühr unwirksam?

Wurde mit dem Immobilienmakler ein wirksamer Maklervertrag geschlossen und hat der Makler seine Maklertätigkeit erbracht, wird die Maklerprovision fällig. Unter bestimmten Umständen kann die Forderung der Courtage allerdings unwirksam werden. Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn eine über dem ortsüblichen Tarif liegende Maklerprovision gefordert wird. In diesem speziellen Fall urteilte ein Gericht, dass der darüber liegende Anteil der Courtage zurückgefordert werden kann.

Was passiert bei Rückabwicklung des Kaufvertrages?

Die Maklergebühr bleibt auch dann fällig, wenn der Immobilienmakler seine Leistung korrekt erbracht hat, aber der geschlossene Vertrag einvernehmlich nach dem Notartermin aufgelöst wird. Denn eine Rückabwicklung des Kaufvertrages entbindet nicht von der Zahlungspflicht der fälligen Maklercourtage.

Immobilie ohne Makler verkaufen – eine lukrative Idee?

Je nach Verkaufspreis der Immobilie entstehen mehrere Tausend Euro Maklergebühr. Um sich diese Kosten zu sparen, versuchen Immobilienverkäufer oft, ihre Immobilie selbst zu vermarkten. Doch Achtung, was auf den ersten Blick wie eine lukrative Idee erscheint, kann teuer werden.

„Schnell ein paar Bilder und einen netten Text ins Internet gestellt, dann werden die Käufer schon kommen – schließlich ist mein Haus ja noch super in Schuss.“ Lassen Sie sich nicht von diesem Glaubenssatz in die Irre führen. Eine Immobilie erfolgreich und gewinnbringend zu vermarkten, bedarf Erfahrung, Fingerspitzengefühl und Marktkenntnis. In der heutigen Zeit eine Immobilie zu verkaufen, ist – aufgrund der hohen Nachfrage – zwar keine Kunst. Den besten Verkaufspreis zu erzielen aber dennoch eine große Herausforderung.

Um genau den Käufer zu finden, der bereit ist, den besten Kaufpreis zu bezahlen, muss zunächst die perfekte Grundlage geschaffen werden, denn der Verkaufspreis beginnt bei der Vorbereitung. Und genau dieser Faktor wird oft von „Privatverkäufern“ unterschätzt. Zwar sparen sie die Kosten der Maklergebühr, dennoch werden die Kosten für die Beschaffung von Wertgutachten, Energieausweis und für Werbemaßnahmen, etc. oft unterschätzt.

Darüber hinaus ist ein professionelles Exposé unverzichtbar und gilt als Verkaufsturbo im Immobiliengeschäft. Schließlich ist es das am meisten angefragte Dokument von Interessenten.

Immobilienverkäufe in Deutschland bedürfen einem vom Notar beglaubigten Kaufvertrag. Der Notar ist allerdings nur zuständig für die Vertragsgestaltung und Grundbuchänderungen. Die im Kaufvertrag enthaltenen genauen Verkaufsdetails und Absprachen müssen die Vertragsparteien allerdings selbst hineinformulieren, und zwar in juristischer Fachsprache. Schon kleine Fehler können hier eine große Menge Geld kosten.

Immobilie an Bekannte verkaufen – ein gutes Geschäft?

Auch der Verkauf an Bekannte klingt oft nach einer lukrativen Möglichkeit beim Verkauf einer Immobilie. Dem Bekannten, der die Immobilie kaufen möchte, wird dies sicher ebenfalls nicht unrecht sein, denn auch er spart in der Regel auf diese Weise die Maklerprovision. Die Argumentation ist ohne Frage nachvollziehbar, aber nur eine Seite der Medaille. Denn auf den zweiten Blick entstehen nur dem Käufer Vorteile – dieser spart sich schließlich den Vergleich zu Konkurrenzangeboten und erzielt dadurch stets einen günstigeren Kaufpreis.

Meist fühlt man sich dem Bekannten gegenüber auch moralisch verpflichtet, einen geringeren Kaufpreis zu akzeptieren. Man kennt sich schließlich schon viele Jahre und möchte niemanden vor den Kopf stoßen. Zudem scheint es sehr bequem, an jemanden zu verkaufen, den man kennt. Doch die fehlende Distanz kann teuer werden. Um nicht als gierig dazustehen, nennt man im Bekanntenkreis oft eine geringere Verkaufssumme. Stimmt der Bekannte zu, war Ihr Angebot zu niedrig und Sie verlieren Geld. Macht er Ihnen ein Gegenangebot und Sie beide treffen sich in der Mitte, verschenken Sie ebenfalls jede Menge Geld. Geld, das Ihnen nicht entgangen wäre, wenn Sie bei mehreren vorliegenden Kaufangeboten das höchste Angebot hätten annehmen können.

Immobilienverkauf mit Bestpreis-Garantie

Ein Immobilienverkauf über einen Makler lohnt sich aus mehreren Gründen. Zum einen kümmert sich der Immobilienmakler um die professionelle Darstellung und Bewerbung Ihres Verkaufsobjekts. Zudem schafft er mittels mehreren Kaufwilligen eine „Wettbewerbssituation“, die zum Anstieg des Kaufpreises führt, der leicht mehrere Zehntausend Euro ausmachen kann.

Verlassen Sie sich auf einen erfahrenen Immobilienmakler, der über Ortskenntnis und Branchen-Know-how verfügt, den Markt kennt und Ihre Immobilie mit Bestpreis-Strategie verkauft. Denn das beste Geschäft machen Sie nur dann, wenn Sie das höchstmögliche Angebot annehmen, was aber nur entstehen kann, wenn es mehrere Angebote gibt. In der Regel fällt der erzielte Mehrerlös übrigens deutlich höher aus als die Maklercourtage, die ohnehin nur im Verkaufsfall fällig wird.

 

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Sind Sie Eigentümer und möchten eine Immobilie verkaufen? Gerne beraten wir Sie hierzu kostenlos und unverbindlich. Rufen Sie uns an unter Tel. 0711 – 640 24 34 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an info@sb-immobilien.com.

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