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Maklerprovision 2020 – das müssen Sie wissen

Geschrieben von Jasmin Becker am 13. Januar 2020
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Maklerprovision, Maklercourtage oder Maklergebühr?

Wer in Deutschland eine Immobilie verkaufen möchte, verwendet oftmals die Begriffe Maklerprovision, Makler-Courtage, Vermittlungsgebühr und Maklergebühr synonym. Es handelt sich hierbei um eine erfolgsabhängige Zahlung, die ein Immobilienmakler nach erfolgreichem Verkauf einer Immobilie erhält.

Bestellerprinzip beim Immobilienverkauf 2020

Im Spätsommer 2019 legte die Koalition den Gesetzesentwurf für das Wohnpaket vor. Zukünftig sollen sich Verkäufer und Käufer die Maklerprovision teilen. Im Entwurf heißt es: “Die Weitergabe von Maklerkosten soll vor dem Hintergrund, dass in der Regel auch der Käufer von der Tätigkeit eines Maklers profitiert, zwar nicht gänzlich ausgeschlossen werden; jedoch soll diese nur noch bis zu einer maximalen Obergrenze von 50 Prozent des insgesamt zu zahlenden Maklerlohns möglich sein.” Im Februar 2020 soll das Gesetz verabschiedet werden.

Wer muss die Maklerprovision bezahlen und wie hoch ist sie?

Verkauf: Die Maklergebühren für den Verkauf variieren in Deutschland je nach Bundesland. In den meisten Bundesländern, unter anderem auch in Baden-Württemberg, teilen sich Verkäufer und Käufer oft die Maklergebühren ungefähr hälftig. Bei sehr gut verkäuflichen Immobilien oder bei Immobilien mit einem hohen Kaufpreisvolumen lassen Makler auch mal mit sich handeln.

Unser Tipp: Vorsicht vor Immobilienmaklern, die ihre Dienstleistung von vornherein zum „Nulltarif“ für Verkäufer anbieten. Nicht selten steckt dahinter nicht die Leistungsbereitschaft, die Sie von einem Makler bezüglich dem erzielbaren Höchstpreis und der für Sie so wichtigen Rechtssicherheit.

Unsere Recherche der Maklerprovision nach Bundesland:

BundeslandProvision VerkäuferProvision Käufer
Baden-Württemberg3,57 %3,57 % – 4,76 %
Bayern3,57 %3,57 %
Berlin0 %7,14 %
Brandenburg0 %7,14 %
Bremen0 %5,95 %
Hamburg0 %6,25 %
Hessen0 %5,95 %
Mecklenburg-Vorpommern2,38 %3,57 %
Niedersachsenbis zu 3,57 %3,57 % – 5,96 %
Nordrhein-Westfalen3,57 %3,57 %
Rheinland-Pfalz3,57 %3,57 %
Saarland3,57 %3,57 %
Sachsen3,57 %3,57 %
Sachsen-Anhalt3,57 %3,57 %
Schleswig-Holstein3,57 %3,57 %
Thüringen3,57 %3,57 %

Vermietung: Bei der Vermittlung von Wohnungen und Häusern zur Miete (ausgenommen Gewerberäume) durch Immobilienmakler gilt seit 2015 das Bestellerprinzip. Hiernach kommt in der Regel der Besteller für die Provision auf, meist also der Eigentümer. Die Vermittlungsgebühr beträgt in der Regel 2 Monatskaltmieten zzgl. MwSt., also 2,38 Monatskaltmieten inkl. 19% MwSt.

Wann ist die Maklergebühr fällig?

Mit Wirksamkeit eines rechtsgültigen notariellen Kaufvertrags bzw. mit Abschluss eines Mietvertrags wird die Maklerprovision fällig.

Unser Tipp: Vereinbaren Sie mit dem Makler, dass die Maklergebühr erst dann zu leisten ist, wenn der Kaufpreis auf Ihrem Konto eingegangen ist. So müssen Sie nicht an die Spartöpfe gehen und können die Provision vom Kaufpreis entnehmen.

So vermeiden Sie doppelte Maklerprovision für Ihren Käufer

Von der Beauftragung mehrerer Makler ist abzuraten. Wurden zwei oder mehr Makler beauftragt, eine Immobilie zu verkaufen bzw. zu vermieten, kann dies für Ihren zukünftigen Käufer zu einer doppelten Provisionspflicht führen.

Kann ich die Maklerprovision von der Steuer absetzen?

Immobilienverkäufer können die Maklerprovision steuerwirksam geltend machen, wenn, wenn es sich um ein steuerpflichtiges Veräußerungsgeschäft handelt, weil Sie beispielsweise eine vermietete Immobilie verkauft haben, die Sie vor maximal 10 Jahren gekauft haben.

Für Immobilienkäufer lassen sich Maklergebühren als Anschaffungsnebenkosten von der Steuer absetzen, sofern es sich um den Kauf einer Kapitalanlage handelt, also die Immobilie nicht zur Selbstnutzung gekauft wird, sondern vermietet werden soll.  Allerdings gelten steuermindernde Abschreibungsmöglichkeiten nur für das Gebäude – nicht aber für das Grundstück.

 

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Hinweis: Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass alle von uns bereitgestellten Informationen und Hinweise keine Rechtsberatung darstellen und wir keine Haftung für Richtigkeit und Vollständigkeit übernehmen. Die Rechtsberatung ist Rechtsanwälten vorbehalten. Es sind abweichende oder den Ausführungen widersprechende Entscheidungen der Rechtsprechung möglich und in Zweifelsfällen ist ein Rechtsanwalt zur Beratung hinzuzuziehen.

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